«Handball war in dieser Zeit so weit weg – ich konnte es mir nicht vorstellen.»

Shownotes

Was passiert, wenn ein Spitzensportler plötzlich die Diagnose Krebs erhält? Und wie findet man den Weg zurück in den Körper, in den Alltag – und in den Leistungssport?

In dieser Episode von Nachgefragt spricht der Handballprofi Dimitrij Küttel über seine Lymphdrüsenkrebs-Diagnose, die belastende Zeit der Ungewissheit, die Chemotherapie und darüber, was es bedeutet, wenn man sich als Sportler nicht mehr auf den eigenen Körper verlassen kann. Er erzählt, wie er die Zeit im Spital erlebt hat, welche Rolle sein Umfeld gespielt hat und warum Sicherheit und Vertrauen für ihn zentral wurden. Ein Gespräch über den Bruch mit der eigenen Leistungsfähigkeit, den mentalen Kampf zurück ins Leben und in den Sport, über Dankbarkeit, neue Prioritäten und darüber, weshalb Krebs kein Tabuthema sein sollte.

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Transkript anzeigen

00:00:06: Die Krankheit Krebs kann jeder treffen.

00:00:09: Das hat vor schiefen Jahren der Handbauprofi Dimitri Kütle erlebt.

00:00:13: Wie Nair mit ihren Diagnosen umgegangen ist und wie er seinen Weg in Spitzensport zurückgefunden hat, ist das Thema von dieser Folge nachgefragt.

00:00:22: Ich bin Kurt Aschbacher und sitze in ihrer Trainingspause, nimmt Dimitry Kütl in die BBC-Arena zu Schaffhausen gegenüber und möchte gern Dimitrie wissen ... Vor fünf Jahren Wie ist die Diagnose, Lymphdrösenkrebs zu diesem Befund gekommen?

00:00:42: Das war eine Verkettung von glücklichen Zufall.

00:00:48: Ich fühlte mich der ganze Herbst-Zwenz schlecht.

00:00:52: Es war Corona-Zeit, oder?

00:00:54: Ja,

00:00:54: es war Corona.

00:00:55: Und ich kam nicht hundertprozentig auf meine Leistung, habe aber auch andere Sachen geschoben wie Mühe und Stress.

00:01:02: Was auch immer ... Nachher hatte ich Corona.

00:01:06: Ich war eine hohe Risikopatien, aber das wusste man nicht.

00:01:11: Ich stand gut hier bei den Quarantänen und habe während der Quarantine in der Garage etwas trainiert.

00:01:19: Aber es war noch schlechter als vorher im Herbst.

00:01:22: So fühlte meine Leistungsfähigkeit gar nicht aufs körperliche Maximum hoch.

00:01:29: Ja, und dann bin ich zu unserem Mannschaftsarzt, Jean-Jacques Fasnacht.

00:01:34: Und er hat glücklicherweise ... Wir machen mal ein Röntgen von deiner Lunge.

00:01:39: Da sah man dort acht Zentimeter lange Form in der Lunge Weichteilmasse.

00:01:45: Man hörte nicht an.

00:01:47: Als ich das angefangen habe, musste ich ein CT machen.

00:01:52: Dann hatte ich einen kleinen Böppel am Hals, der dann aufgefallen ist und hat mich dann da punktiert.

00:01:57: Und dann hatte ich in den Western die Diagnose, was ich genau habe, etwa Lümpf III Krebs.

00:02:04: Was macht es mit dem?

00:02:06: Die Phase von «Es könnte sein, aber ich weiss es sicher nicht» habe ich als enorm belastend empfunden.

00:02:14: Zuerst kann ich nicht sein, das glaube ich nicht.

00:02:16: Ich bin jung und fit, Sportler.

00:02:19: Ich trinke sehr, sehr gemäßig.

00:02:22: Ja ... Plötzlich ist aber die Möglichkeit hier.

00:02:26: Man weiss es noch nicht sicher.

00:02:27: Und ich hasse das.

00:02:29: Ich habe das wirklich als sehr belastend empfunden.

00:02:33: Ich sagte schon mal, wo ich an Silvestre diese Diagnose hatte.

00:02:38: Das Gesicht ist einerseits logisch.

00:02:40: Boah!

00:02:41: Ich habe Krebs.

00:02:43: Und all die Gedanken, woher kommen die Negativen?

00:02:45: Aber es war fast so ein bisschen eine Erleichterung.

00:02:48: Ich weiss jetzt, was ich habe ... Das ist zwar nicht schön und nicht gut, aber ich weiss, was sie haben.

00:02:55: Von dort gehen wir weiter.

00:02:57: Die Unsicherheit ist etwas vom Schlimmsten bei einer Krankheit, in der lebensbedrohlich ist oder das macht einen Angst.

00:03:03: Wenn man weiss... Es ist das!

00:03:06: Man kann das so und so therapieren, ist das schon fast wie ein Lichtblick.

00:03:10: Auf jeden Fall.

00:03:11: Ja, es gibt ein Hundertprozent recht.

00:03:13: Ich habe dann angefangen, fast ein Studium über diese Krebsart zu machen und sah auch, dass das gut behandelbar ist mit diesen Möglichkeiten.

00:03:23: Das hat mir wieder Sicherheit gegeben und hatte die Unsicherheit, die vorhanden war, ausgelöscht.

00:03:29: Hat

00:03:29: dir dieses Studium geholfen, was du gemacht hast als sozusagen Gesundheitsexperte?

00:03:35: Ja, nein.

00:03:37: Ich bin mehr so um die Entschleistungs- gesundheit und oben habe ich mich jetzt weitergebildet.

00:03:44: Also, ja ... Mir gefällt fast wie ein Mediziner im kleinen Rahmen auf diese Krebsarten.

00:03:54: Ist man alleine in einem Moment, wo eine Diagnose kommt oder was hilft?

00:03:59: Oder hat dich konkret am meisten geholfen?

00:04:02: Mein Umfeld ... und mir am meisten geholfen.

00:04:07: Ich weiss, ich bin in einer privilegierten Situation.

00:04:10: Ich habe ein enormes Umfeld durch den Sport, die Leute, die ich alle kennenlernen darf, in meiner Karriere.

00:04:18: Aber das Zusammenhalt, was ich von diesen Leuten gespürt habe, der jeden auf seine Art mehr Kraft gegeben hat ... Das empfand ich fast am wichtigsten.

00:04:28: Hatten wir am meisten Kraft?

00:04:31: Deine Freundin war, glaube ich, in dieser Phase extrem wichtig.

00:04:35: Genau!

00:04:36: Das ist auch zellig zum Umfeld.

00:04:38: Aber logisch, sie war Nummer eins.

00:04:41: Jetzt ist meine Frau inzwischen und wir haben eine Tochter.

00:04:44: Sie kam gut.

00:04:47: Wenn man sich am Anfang der Diagnose fragt, was geht jetzt weiter oder was kommt als nächstes?

00:04:55: Wie hast du dich da informiert und wie ging es konkret bei dir?

00:05:00: Behandlung von diesem Lümpferdrösenkrebs?

00:05:03: Ja, ich habe dann eben wie gesagt so einen Anführungs- und Schlusszeichenstudium betrieben darüber.

00:05:09: Und halt in enger Abspruch mit meinem behannten Onkologen hat man eigentlich die Fahrplan aufgezeigt, der optimale Fahrplan.

00:05:18: Das ist immer, was es ist wenn Therapie anspricht ... Die PZT sind hier genannt, wo wir schauen.

00:05:26: Da hat man noch Aktivität im Körper oder nicht und natürliche Zelteilung.

00:05:31: Wenn das immer alles gut ist, dann ist das und das der Fahrplan.

00:05:34: Wie sieht es konkret aus bei dir?

00:05:38: Ich durfte den ersten Januar-Wochen zum Glück noch mühsen dürfen, weil Chemo kann machen, dass man nicht fruchtbar ist.

00:05:44: Meine Sperrmühe eingefreuen.

00:05:46: Vorbereitungswoche müssen ich noch nichts machen.

00:05:48: Es war mir auch mentale Vorbereitung.

00:05:50: Auch mit Angebot von psychologischer Unterstützung die ich jetzt für mich nicht in Anspruch genommen habe.

00:05:57: Und dann nach einer Woche, glaube ich, der zweiten Januar-Woche ist dann gestartet mit so einem ersten Zyklus.

00:06:03: Das war eine Woche Behandlung im Spital relativ heftig mit Infusionen.

00:06:09: Dann diese zweite Woche noch einen Tag Infusion und die dritte Woche war es eine Erholungswoche.

00:06:15: Und das war ein Zykulus.

00:06:17: Du hast insgesamt drei Zykler?

00:06:19: Vier sogar!

00:06:21: Die Zeit im Spital ist ja sehr speziell, oder?

00:06:25: Enorme.

00:06:26: Also ... Ja, wenn ich zuerst in einem Kantonspital schaffe, was mache ich hier?

00:06:34: Ich bin der Jüngste und werde nicht zwischen allgemein oder privaten versichert werden.

00:06:38: Es sind alle einen Raum, wo die Infusionen bekommen.

00:06:40: Das ist heftig!

00:06:41: Da lebst du zuerst den Tieren und denkst so... So werde ich vielleicht in zwei bis drei Wochen aussehen ohne Haare, ohne Augenbrauen usw.

00:06:49: Und eben, ich war damals der jüngste.

00:06:51: Das war eine enorme Belastung am Anfang.

00:06:55: Aber der Mensch kann sich an so viele Sachen gewinnen und man kann sich so schnell adaptieren, ich bin am Schluss den Tier gelaufen alle gekannt.

00:07:01: Also auch vom medizinischen Staffel.

00:07:03: Und die haben meine Lieblingsmedizinerin gehabt, die mir die Infusionen gemacht hat.

00:07:10: Wir gewinnen alles.

00:07:12: Gibt es Diskussionen unter den Mitpatienten, die nebenan im gleichen Stuhl oder respektive auf dem gleichen Bett liegen?

00:07:23: Es war ein Stuhl zum Glück.

00:07:24: Ich konnte mich noch bewegen.

00:07:27: Ich habe das in diesen vier Zyklen einmal erlebt, mich schon gerne für sich allein.

00:07:33: Mit dem medizinischen Personal durfte man interagieren auch nicht alle, aber ich bin jetzt enorm.

00:07:38: Aber untereinander eher nicht.

00:07:40: und ich habe es einmal erlebt und das relativ unangenehm empfunden, weil ... Ja, es war ein älterer Herr, der meiner Meinung nach fast so etwas gebläfft hat, wie teuer seine Chemo ist.

00:07:52: Man weiss nicht, ob es anspricht oder nicht.

00:07:56: Wie bist du jetzt ganz konkret hier selbst mit dieser Ungewissheit umgegangen?

00:08:02: Im Nachhinein fast ein bisschen naiv.

00:08:05: Für mich ist das gar nicht im Frocken, dass es nicht ansp trifft.

00:08:08: Das Ganze habe ich sowieso als ... Es war eine Herausforderung und auch so angenommen.

00:08:13: Ich habe alles mir möglichen hier, dass es gut anspricht, sei das mit Ernährung enorm zu schauen was mich der Arzt vorgeschrieben hat.

00:08:20: Ja viel draussen gewesen, viel bewegt, obwohl

00:08:23: ich

00:08:24: nicht mögen kann.

00:08:25: Also ... Ich bin in den Vierhundertmitteln gut schockt und bin kaputt gewesen.

00:08:29: Das gab mir Sicherheit.

00:08:31: Das Wissen, ich mache alles, was mir möglich ist, dass optimal läuft, dass das für mich gar nicht im Frag kam.

00:08:37: Im Nachhinein kann ich schon sagen Fast auch ein bisschen naiv, aber für mich hat es in diesem Moment stumm.

00:08:44: Als Sportler ist man gewohnt, sich wirklich auf sein Körper zu verlassen.

00:08:49: Der funktioniert.

00:08:50: Darum warst du erfolgreich im Handball.

00:08:54: Plötzlich merkt man, er macht nicht mit und macht das Angst?

00:08:58: Ja schon ... Handball war zwar nicht so ein grosses Thema während dieser Behandlungszeit, also viermal drei Wochen, weil es so weit weg war.

00:09:08: Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich im Match schaue.

00:09:12: Es war so schnell und atletisch.

00:09:15: Wie soll ich jemals wieder ... Oder kann ich überhaupt jemal wieder?

00:09:20: Die Gedanken kommen schon.

00:09:21: Als die Behandlung abgeschlossen wurde und der Arsene sagte, du hast es besiegt wie ein Schalter im Kopf jetzt.

00:09:30: Wie war das Gefühl zum ersten Mal, wieder in der Handball zu haben?

00:09:35: Ja, ein unglaubliches Gefühl.

00:09:38: Der Kopf war aber etwas schneller als der Körper.

00:09:40: Ich bin oft noch umgehalten und es sind Dinge passiert, die aus dem Betrachten komisch aussehen.

00:09:49: Wie stark bist du unterstützt worden?

00:09:51: vom Club deiner Kollegen?

00:09:55: Von meinen Kollegen bin ich enorm unterstützt geworden.

00:09:59: Es sei das eineseits mentale Unterstützung ... Wir haben einen Zoran Markowicz, der athleteisch ist.

00:10:05: Das A und B war bei uns in der Mannschaft.

00:10:08: Er nahm mich an die Hand.

00:10:10: Wir haben zusammen den Aufbau gemacht, er kam gerade aus einer Verletzung.

00:10:13: Auch der Klub hat eine oder zwei Aktionen gemacht, um mir zu zeigen, dass wir für dich hier sind.

00:10:20: Denn alle Spieler hatten meine Nummern auf dem Arm oder vor einem Marsch.

00:10:25: Wir waren diese Gedanken bei dir.

00:10:27: Es war einfach schön, sie auch zu sehen und es gab Kraft.

00:10:31: Wie weit hast du Alternative-Möglichkeiten wahrgenommen in diesem Heilungs- oder Genesungsprozess?

00:10:39: Eigentlich gar nicht.

00:10:42: Ich habe von jemandem einen Tipp bekommen, wenn ich das hätte, würde ich nicht chemo machen und werde es alternativ.

00:10:49: Und ich bin sehr kritisch gegenüber dem Aussagen, dass jeder selbst entscheiden kann, wie er will.

00:10:56: Aber für mich war es so, dass die Schulmedizin die und ihr Erfolgsraten hat.

00:11:02: Das gab mir auch wieder eine Sicherheit.

00:11:04: Darum habe ich mich auch an das gehalten.

00:11:06: Ein Händsiger, den ich extremer auf der Ernährung schaue ...

00:11:10: Was ist das konkret?

00:11:12: Weniger Kohlehydrate.

00:11:14: All das, was verboten war, habe ich nicht angelangt.

00:11:16: Dass sich das Grepp frühe oder ein Beispiel ist, kommt mir gar nicht mehr in den Sinn.

00:11:21: Es ist schon lange her.

00:11:23: Zum Glück auch wieder aus dem Kopf, ein schwarzer Schock.

00:11:26: Für mich war das nicht einmal ein Thema, wo gegen andere Patienten in den Pausen Rauchen zwischen Infusionen waren.

00:11:33: Aber hier hat mein Sportler hier sicher auch geholfen.

00:11:39: Ernährung ist sehnt, dass es viele anderen sagen.

00:11:42: Ihnen hat Meditation gekauft, sei es Yoga oder andere Meditationsarten?

00:11:48: War das bei dir ein Thema?

00:11:50: Nein, gar nicht auch!

00:11:53: Es war gar nicht eine Option oder auch gar nicht daran.

00:11:56: Vielleicht, wenn ich andere Sachen weiss und auf andere Werte lege, würde es vielleicht anders machen, aber zu diesem Zeitpunkt nicht.

00:12:04: Wie ist der Aufbau?

00:12:05: Der Weg zurück ist Sport gelaufen.

00:12:07: Du hast gesagt, der Kollege hat dich an der Hand genommen und mit dir trainiert.

00:12:12: Man sieht aber ... relativ schnell eine Grenze kommt und du bist einer, die immer die Grenzen ausgerätzt hat.

00:12:20: Und nicht gerade versucht zu überschreiten.

00:12:22: Aber wirklich hatte ich diese Grenze.

00:12:24: Was macht das denn jetzt im Kopf auch mit diesem?

00:12:29: Ja, einerseits ist es schon frustrierend wie schnell man alles verlieren kann.

00:12:34: Und ja, wir haben einen enormen Zug genommen, also ich war wie ein Hundertzwei-Kilo und normal bin ich neunzig.

00:12:41: Die Freude, dass ich mich wieder bewegen konnte.

00:12:43: Und zwar schneller als während der Chemotherapie habe ich mir so überwiegt.

00:12:48: die Frustration, dass sie nicht auf diesem Level bin, wo ich immer gewöhnt bin.

00:12:51: und also ich hatte teilweise drei-vier Mal pro Tag irgendetwas gemacht.

00:12:56: Also bin in Krafttraining am Morgen mit dem Team.

00:12:59: Am Nachmittag habe ich Handball trainiert.

00:13:00: Am Abend bin ich noch gerne spielen mit einem Kollegen aus dieser Bauer.

00:13:03: Freut wieder!

00:13:05: Ich konnte mich bewegen.

00:13:06: Jetzt ist das für mich auch unvorstellbar so, ich kann nach dem Training nicht noch gut Spielen bemühen.

00:13:12: Ja, irgendwie ... Die Freude mir hat mir so Kraft gegeben!

00:13:16: Aber glaube ich, dass es schon dieses Sportler geht oder ein Antreib ist?

00:13:22: Dass man wieder mit dem Körper in Einheit ist, mit dem Kopf und dem, was man körperlich haben kann... dass die Trainingseinheiten auch wichtig waren, dass du relativ schnell wieder in die Normalität zurückkommst.

00:13:36: Bleibt einem eine Angst, dass es doch nicht geheilt ist alles was Krebs gemacht hat?

00:13:44: Es ist schon im Hinterkopf, wenn ich ein Mutter bin selber ist auch Krebs fördernd.

00:13:51: das ist so und es ist mir eine Angst zu ... Ich habe es wiederbekommen oder eine andere Krebsart.

00:13:58: Das ist nicht mega präsent im Alltag, muss ich sagen aber das sind sichere Gedanken die wir ab und zu auch durch den Kopf gehen.

00:14:03: Andererseits, wenn sichereiten eh nie mehr und alle können ihnen etwas bekommen was man nicht will.

00:14:10: Dass sie irgendwelche Sachen noch von dieser Behandlung oder der Krebsarten habe ich relativ schnell gespürt werde ich nicht haben.

00:14:18: Da bin ich sehr dankbar dafür weil schon nur wenige mich hat müssen zum Beispiel bestrahlen lassen.

00:14:23: Hat das Auswirkungen, dass man sich nicht mehr spielen kann?

00:14:27: Bestellen und operieren.

00:14:28: Bei dir hat es sich beschränkt auf dich.

00:14:31: Genau.

00:14:32: Ich

00:14:33: möchte gleich noch eine Frage stellen.

00:14:37: Gibt es irgendwo ein Gefühl bei jeder neuen Untersuchung, hoffentlich ist alles gut?

00:14:47: Am Anfang viel mehr als mit der Zeit habe ich wieder Vertrauen gefasst.

00:14:53: Am Anfang bin ich extrem nervös vor jedem Kontrolluntersuch.

00:14:58: Das war vierte jährlich am Anfang, dann geht man aber auf halbe jährliche.

00:15:02: Wenn ich jetzt im Frühling sage, wenn das alles gut ist und geheilt wird, also auch wieder bei den Krankenkassen und so Zeugs.

00:15:10: Jeder positiv bescheidet ... Gibt es wieder ein Selbstvertrauen oder auch das Vertrauen, dass es gut kommt?

00:15:17: Die Zahl von fünf Jahren ist klar statistisch ausgerechnet.

00:15:21: Dass dort den Drückfallquote massiv kleiner wird.

00:15:24: Aber ich habe es vorhin schon gesagt ... Es kann jedem etwas passieren.

00:15:29: Bist du eine andere Dimitrie nach der Krankheit als vorher?

00:15:35: Ja und nein!

00:15:36: Am Anfang bin ich fast so klein ... Ich war so dankbar, dass es mir wieder so gut geht.

00:15:42: Die Freude wollte mit allen teilen und mein engen Umfeld hat die Freude auch mitgetragen.

00:15:46: In dieser Dankbarkeit war ich fast etwas gefangen und habe alles zu positiv gesehen.

00:15:55: Aber sonst brachte es mich sicher enorm näher zusammen meiner Freundin und Frau.

00:16:01: Ich habe wirklich gemerkt, was im Leben wirklich wichtig ist ... Wer ist mir wirklich wichtig im Leben?

00:16:07: Er hat mich schon enorm weitergebracht.

00:16:09: Aber sonst so vom Wesen her, würde ich sagen, bin ich eigentlich schon noch dergleichen.

00:16:15: Eine ähnliche Sache gerne wie vorher und ... Ja...

00:16:19: Du bist Vater geworden, die Tochter, fünfzehn Monate alt.

00:16:23: Wie stark hat sie dich verändert?

00:16:26: Ja, das ist enorm!

00:16:29: Wir haben nicht selbstverständlich, dass ich einen Kind habe.

00:16:32: Das ist ... Es ist sehr schön, dass das geklappt hat mit der heutigen Medizin.

00:16:38: Und es ist eine enorme Freude, zu sehen wie dieses Kind, das mein Kind ist, gross wird und den Mutter zufolge zu fest aussieht als ich.

00:16:51: Ist sich fast ein bisschen übersüchtig?

00:16:53: Bisschen!

00:16:55: Sie hat mir natürlich nochmals mehr gezeigt, was wirklich wichtig im Leben ist.

00:17:00: Ich genieße wirklich jeden Moment mit ihr.

00:17:03: Als

00:17:03: Spitzesportler kann man nur während der beschränkten Phase in seinem Leben den Sport erfolgreich ausführen.

00:17:13: Krankheit, du bist aber immer noch ein spitzer Handballer, ist jetzt so die Zukunft und die Überlegung, was mit mir in den nächsten drei oder vier Jahren passiert.

00:17:26: Ein Faktor wurde im Leben stärker als es vorher war.

00:17:30: Auf

00:17:32: jeden Fall.

00:17:33: Das hat auch damit zu tun ... Ich habe ein Kind bekommen, dann hat man schon mal eine andere Verantwortung.

00:17:37: Vorher habe ich nie Angst, dass ich nicht für mich alleine sorgen kann.

00:17:42: Jetzt ist plötzlich jemanden hier, der von einem abhängig ist?

00:17:46: Ja!

00:17:46: Mir war aber schon während der Karriere immer wichtig, sich gute Ausbildung an etwas zu haben.

00:17:51: Ein Netzwerk hat mir schon, wenn man das automatisch pflegt, fast durch Sport.

00:17:54: Wir kennen so viele Leute, die in wichtigen Positionen unternehmen.

00:17:59: Ja, mir ist das schon während der Karriere enorm wichtig.

00:18:00: Darum haben wir nicht mega Gedanken gemacht über die Zukunft, aber logisches Systeme.

00:18:06: Du hast deine Erkrankung auch öffentlich gemacht?

00:18:10: Also als Person, den man kennt und ein erfolgreicher Sportler, war es für dich selbstverständlich?

00:18:18: Ja ... Ich habe kurz mit meiner Freundin damals besprochen und gesagt, wo er ein halbes Jahr ist.

00:18:25: Man wird mich ab und zu in Schafuße sehen.

00:18:27: Ich will mich nicht nach Hause verstecken!

00:18:29: Ich hatte keine Horror mehr.

00:18:31: Jeder kann eins und eins zusammenzählen, ich wollte nicht das Versteck spielen.

00:18:35: Und ... Ich bin auch fest über die Zeit.

00:18:38: Es ist nichts, was man dafür schämen muss.

00:18:40: Deshalb habe ich gesagt, ich mache es öffentlich, dann weiss es jeder, da gibt's kein ...

00:18:45: Viele Leute haben Schwierigkeiten im Umgang mit jemanden, der eine Krankheit hat und immer noch gesellschaftlich lebendig bedrohbar ist.

00:18:56: Wie reagiert sie jetzt dir gegenüber?

00:19:00: Ich kenne sehr viele Leute, die enorm Mühe hatten.

00:19:03: Sie wussten nicht, wie wir interagieren.

00:19:05: Die haben mich mit Samtschuhr geholfen.

00:19:07: Was darf man mit ihm darüber

00:19:09: reden?

00:19:09: Genau!

00:19:10: Wir hatten auch Angst, wenn sie mir z.B.

00:19:13: anrufen, dass ich sagen würde, es geht sehr schlecht.

00:19:15: Und das sind wir ehrlich, wenn viele auf keinen Gehören.

00:19:18: Ich hatte aber wie recht Verständnis für jede Reaktion.

00:19:21: Weil ich weiss ja auch, was es war, wenn ich früher so jemanden gesehen habe.

00:19:27: Mir war nie ganz wohl.

00:19:28: Ich musste denken ... Krass!

00:19:31: Ja, darum ... Ich hatte für die meisten Reaktionen Verständnisse.

00:19:37: Du bist eine sehr tolerante Menschspurin.

00:19:40: Was wünschst du dir jetzt als Reaktions- ... die dir geholfen hat?

00:19:46: Hey, wir alle, wie geht's?

00:19:50: Alles gut.

00:19:51: Kann ich dir etwas helfen?

00:19:52: Ich bin so ein bisschen so... Was enorm geholft hat zum Beispiel, wenn man etwas zu essen beigebracht hat und nicht meine Freundin sich darum kümmern muss.

00:20:01: Ich habe das schon ein paar Mal gesehen.

00:20:03: Ich stehe auch hinterher.

00:20:03: Für mich war es immer das Einzige, dass ich das Ganze erlebte.

00:20:06: Weil ich das alles miterlebe und meine Freundine hatte.

00:20:10: Wieso?

00:20:11: Sie war sehr nahe, hat alles mit mir durchlitten.

00:20:13: Aber sie wusste nie wirklich wie es geht und ich bin nicht der Typ ... Wenn's mir schlecht geht, dass ihr sagt, es geht mir sehr schlecht.

00:20:20: Und so kleine Sachen wie etwas zu essen vorbeibringen oder Kaffeekuchen, das hat wir auch Arbeit weggenommen und ihr auch geholfen.

00:20:30: Das habe ich am Meister geschätzt.

00:20:32: Wenn du jetzt jemand begegnest, Wenn du von weitem schon siehst, hat die gleiche Krankheit.

00:20:39: Wie reagierst du auf diese Person?

00:20:43: Anders als früher im Sinne ... Es ist nicht mehr so eine Unbefangenheit in mir drin.

00:20:48: Es ist mehr ein krasses Deist, gerade vermutlich in der Chemotherapie.

00:20:55: Man muss auch sagen, es gibt ja keine Chemotherapien.

00:20:57: Es gibt etwa vierhundert verschiedene Möglichkeiten und Kombinationen.

00:21:02: Und auch so viele verschiedene Krebsarten.

00:21:05: Ich maße mich überhaupt nicht an irgendwie.

00:21:07: über ein anderes Bescheid zu wissen.

00:21:09: Aber es ist mehr so ... Ach krass, Adrienne geht auch durch das.

00:21:12: und wie geht sie denn eigentlich?

00:21:15: Dass jetzt auf diese Leute zugehen, dass ich das nicht mache.

00:21:18: Und wenn Sie jemanden näher ist, sage ich, ich kenne, dass ihr das selber erlebt.

00:21:23: Mal jemandem schon.

00:21:24: Das hat sich zum Glück im Umfeld noch nichts gegeben.

00:21:30: Wenn das in der Fall war, was ich nicht hoffte, dann wäre das etwas anders.

00:21:34: Absolut auf der Strasse!

00:21:36: und kann uns nicht vorstellen.

00:21:38: Du siehst eine positive Zukunft?

00:21:40: Ja.

00:21:41: Wunderbar Schlusswort, danke vielmals Dimitri!

00:21:44: Und weiterhin alles Gute an Ihrer Familie und der Tochter.

00:21:49: natürlich, dass Sie sich primär entwickelt.

00:21:52: Danke.

00:22:02: Wir finden ihn auf allen gängigen Streaming-Plattformen.

00:22:08: Und wenn ihr Anregungen oder Menschen kennt, die zu diesem Thema etwas sagen haben, dann schreiben wir doch nachgefragtatgmx.ch.

00:22:18: Ich möchte mich auch bei unserem Sponsor herzlich bedanken.

00:22:24: Ypsenfarma Schweiz hat diese Serie nämlich möglich gemacht und jetzt freue ich mich euch wieder dabei zu haben, wenn es zum nächsten Mal heißt Nachgefragt!

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